Radhosen und Sitzcreme

Radhosen und Sitzcreme

 

Auf der Suche nach einem Radshort für die Langstrecke (sowohl für Radmarathons als auch für die Radreise) habe ich im Laufe der Jahre verschiedene Modelle ausprobiert. Die Suche im Internet gestaltet sich nicht immer einfach, da die unterschiedlichen Hersteller viele verschiedene Polster für die Hosen anbieten, so bedarf es schon einigem Aufwand, das richtige Polster zu finden – manchmal hilft auch nur ausprobieren. Der Preis spielt natürlich auch eine Rolle und die Preisspanne ist ziemlich groß. Bisher habe ich immer auf die Hosen von Gore Bike Wear gesetzt – gute Passform und lange Haltbarkeit, aber auch Vaude und Craft bieten Hosen für die Langstrecke an. Leider habe ich die schlechte Angewohnheit, die Etiketten aus den Hosen zu trennen, so dass ich leider die Bezeichnungen dieser Hosen nicht mehr habe. Alles in allem war ich mit diesen Hosen bisher zufrieden.

Nachdem ich auf meiner letzten Reise eine meiner Hosen entsorgen musste (die war wirklich nach sechs Jahren durchgeritten), begann die Suche erneut und so wurde ich bei der Nobelmarke Assos fündig.

 

Assos T.milleShorts_S7

Die Preisspanne bei Assos Hosen (Trägerhose Short) reicht von der günstigsten für 130,-€ bis zur derzeit teuersten von 360,-€ (Bike24.online). Mein Geldbeutel entschied sich für die günstigste Variante T.milleShorts_S7 – eine komfortabele Einsteigerhose, wie sie beschrieben wird. Weiter Schnitt im Bauchbereich und somit bequem für Radler, die auch um die Hüfte ein wenig „Biopren“ mitschleppen. Durch diese „comfortFit-Passform“ eignet sich die Hose sowohl für entspannte Radtouren als auch für die schnelle Runde. Das Polster mit der Waffle-Technologie ist schwimmend vernäht (goldenGate-Technologie) und bewegt sich mit dem Fahrer mit.

Bereits bei meinen ersten Ausfahrten mit dem „Luxusstück“ zeigte sich, dass ich eine gute Wahl getroffen hatte. Auch nach 300 km war der sonst so geschundene Popo ohne Beschwerden – das beste Sitzpolster, das ich bisher hatte. Die Hose sitzt prima, alles hat ausreichend Platz, keine Stellen die reiben. Die Beinabschlüsse schmiegen sich gut an und verrutschen nicht. Für mich hat sich die Investition absolut gelohnt. Die Hose ist zu meinem Lieblingsstück geworden. Das Preis-/Leistungsverghältnis ist für mich auch in Ordnung. Wie lange sie allerdings durchhält werden die nächsten Marathon-Events sowie die kommenden Radreisen zeigen.

 

Sitzcreme

Ein kleiner Tipp am Rande. Nachdem ich einige Cremes getestet habe, mische ich mir mittlerweile meine Sitzcreme selbst zusammen und bin damit seit geraumer Zeit gut gefahren. Wer es ausprobieren möchte, hier die Ingredienzen:

Propolis
Es handelt sich dabei um die „Verteidigungsanlage“ der Bienen, die alle losen Teile im Stock und die Innenwände der Zellen damit überziehen, um den Stock vor Infektionen, Bakterien, Mikroben, Schimmelpilzen oder anderen Erregern zu schützen. Den gleichen Effekt soll es in meiner Creme haben. Seit ich Propolis in der Creme verwende gab es kein Wundscheuern oder gar Entzündungen mehr.

Hirschtalg
Er besteht aus geschmolzenem Fett von Hirschen und findet bereits seit dem Mittelalter zur Behandlung von Hautschäden und Wunden Anwendung. Viele Langstreckenläufer und Rennradfahrer benutzen Hirschtalg, da er die Haut auch nach längeren Einheiten noch schützt, während sich zum Beispiel Vaseline schneller abreibt. Mir allerdings ist der Hirschtalg allein zu zäh.

Linola Schutz-Balsam
Das ist ein atmungsaktiver Balsam zum Schutz vor Nässe und Wundscheuern. Zusätzlich bewirkt er, dass meine Creme-Mischung geschmeidig wird.

Das Mischungsverhältnis muss allerdings jeder für sich selbst ausprobieren, je nach Vorlieben bezüglich der Konsistenz. Vom dem Poropolis-Hautbalsam genügt jedoch schon ein halber Teelöffel für insgesamt ca. 50 g Creme.

 

So liebe Radsport- und Radreisegemeinde auf eine Sitzfleischschonende Saison.

 

Bis neulich auf’m Radweg

Joachim

 

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