E-Bike & Co.

Vermehrt häufen sich in verschiedenen Radzeitschriften die ich beziehe Artikel zum Thema E-Bike. Ich selbst fahre zwar keines, möchte aber doch mal hier auf diesem Wege eine Lanze für das E-Bike brechen. Erklärungen zu den verschiedenen Begrifflichkeiten findet ihr im Internet reichlich, darauf möchte ich hier nicht eingehen.

Im Bereich der Rennrad- oder auch Trekkingzeitschriften sind die Rufe von „echten“ Radlern häufig sehr laut und münden alle in dem Tenor: Echte Radler fahren ohne Motor!

Ist das wirklich so? Googelt man den Begriff: Rennräder mit Motorunterstützung, findet man eine Vielzahl von Seiten. Die Verkaufszahlen der Hersteller der Motor-Unterstützung sagen etwas anderes. Immer mehr „Sportler“ scheinen sich Motoren zur Unterstützung in ihre Rennmaschinen einzubauen, um so am Berg oder beim Zielsprint noch eine Schippe mehr auflegen zu können. Erst in der letzten Tour Zeitschrift wurde davon berichtet, dass ein Radler bei einem Amateur Rennen in Frankreich des „Motor Dopings“ überführt wurde. Das finde ich mit Verlaub allerdings auch äußerst schäbig, mit einer Leistung nach außen hin glänzen zu wollen, die man letztendlich der Motorunterstützung verdankt. Ich jedenfalls würde mir eine Medaille oder Urkunde, die ich durch eine solche Scheinleistung errungen habe nicht in meine „Hall Of Fame“ oder „Ego Ecke“ hängen. Hier geht es um Sport und eigenständig erbrachte Leistung – das ist allerdings nicht nur auf die Motorunterstützung zu beziehen, sondern Gleiches gilt für die Einnahme von Doping Mitteln. Beides hat im Sport, sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren, nichts verloren. Sportler, die des Dopings (in welcher Form auch immer) überführt werden, sollten für immer gesperrt werden. Solch drastische Strafen hätten dann doch eventuell eine abschreckende Wirkung.

Ich möchte aber betonen, dass ich die Renn- oder Reiseradler, die mit Motor Unterstützung unterwegs sind nicht grundsätzlich verdamme. Viele Radler, die ich auf meinen Trainings- oder Reisetouren getroffen habe, wären ohne dieses technische Hilfsmittel nicht mehr oder nur bedingt in der Lage, ihre Lieblings-Freizeitbeschäftigung auszuüben oder sind sogar auf dem Weg zur Arbeit vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen. Wir sollten aufhören, in Zeitschriften bzw. Leserbriefen ständig diese Diskussionen zu führen und E-Bike Fahrer zu verdammen, denn auch Radler, die, aus welchem Grund auch immer, mit Unterstützung fahren, haben Freude am Radeln, egal, ob es sich dabei um Sport oder Trekking Touren handelt. Schwarz/Weiß Denken scheint mir in dieser Beziehung unangebracht. Schließlich geht es doch hier um den Spaß und die Freunde sich mit dem Rad durch die Natur zu bewegen.

Meine Frau besitzt seit Kurzem ebenfalls ein E-Bike und hat seitdem wieder große Freude am Radeln und endlich können wir wieder gemeinsam durch die Lande fahren. Und übrigens was die Radreisezeitschriften angeht, auch die immer zunehmende Gemeinde der motorisierten Tourenradler möchte Informationen zu Radreisen erhalten, ein Umstand, den auch die Schwarz/Weiß Denkenden akzeptieren sollten, mich haben bisher weder die Artikel in den Zeitschriften darüber noch die Radler selbst auf meinen Trainings- oder Radreisetouren gestört.

 

Bis Neulich auf’m Radweg (egal ob mit oder ohne Motor)

Joachim

1 Comment
  • armateur community

    16. Juli 2018 at 5:44 Antworten

    Ich bin geraⅾe ᴢufaellig аuf Ihrer Websіte
    gelandet (war eigentlich auf der Suche nach einjer anderen Websiete).
    Ich moecһte diese webѕiete niⅽht verⅼaѕsen, ohne Dir ein Ꮮob zu dіeser klar strukturiertеn und scһick designten Paցe zᥙ hinterlassen!

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