18. bis 23. Reisetag

Donnerstag, 15. Juni 2017 bis Dienstag, 23. Juni 2017
Motala – Rostock – Frankfurt

Wie es manchmal im Leben so ist, kommt es anders als geplant. Nach reiflicher Überlegung habe ich die Reise krankheitsbedingt abgebrochen und selbstredend auch die Vätternrundan nicht gefahren. Lange habe ich gezögert, doch am Ende hat die Vernunft gesiegt, nicht ohne ein wenig Wehmut aufkommen zu lassen, aber der Sommer ist ja noch lang. Das Treiben rund um den Start habe ich mir natürlich angesehen, auch am Samstag Mittag, als die schnellen Züge auf den Weg geschickt wurden. Da werden Zeiten zwischen 6 1/2 und 7 Stunden gefahren!! Interessant ist allerdings, mit welchen Rädern manche Enthusiasten die 300 km Strecke bewältigen.


Hier mal zwei Teilnehmer die unterschiedlicher nicht sein können. Übrigens, jeder Sticker auf dem Sitzrohr und dem Schutzblech des extravaganten Renners steht für eine Teilnahme an der Vätternrundan.

Schwierig gestaltete sich die Rückreise. In schwedischen Zügen, mit denen ich problemlos zur nächsten Fähre nach Deutschland gekommen wäre, ist die Mitnahme des Rades nicht erlaubt. So hatte ich mir zuerst überlegt, mit dem Rad die ca. 350 km nach Göteborg zu fahren, doch manchmal helfen richtig gute „Radkumpels“. Wie auch schon in den Jahren zuvor war die Radgruppe um die Mecklenburger Seenkunde (MSR) ebenfalls in Motala und nach einem kurzen Kontakt mit Sebastian Rötger war eine Transportmöglichkeit gefunden. Einer der Jungs, Berti, hatte noch Platz für einen lädierten Radler in seinem VW Bus und so war der Transport für den Montag (19.06.2017) nach Trelleborg gesichert, sogar eine Fährkarte nach Rostock hatte er für mich. Mein Glück war, dass sein eigentlicher Begleiter wegen Knieproblemen nicht mit nach Motala gefahren war – ich wünsche ihm an dieser Stelle gute Besserung, auf das er bald wieder im Sattel sitzt. Gemütlich und ohne Stress fuhren wir also an diesem Montag nach Trelleborg, die Fähre legte um 16:00 h ab und um 22:15 h waren wir in Rostock. Ein Hotelzimmer sowie die Fahrt mit der Bahn hatte ich schon in Motala gebucht (-danke noch mal für die Hilfe bei der Buchung an Steffi-), denn eine geeignete Zugverbindung nach Frankfurt gab es erst am Dienstag, 20.06.2017. Berti lieferte mich noch im Hotel ab, wo ich mein Rad samt Gepäck sicher in der Tiefgarage unterstellen konnte.

Am nächsten Tag radelte ich rechtzeitig zum Hauptbahnhof in Rostock. Zufälligerweise traf ich dort die beiden Radler wieder, die Ricarda und ich in Ryd getroffen hatten. Sie waren auf dem Heimweg von Visby (Insel Gotland, Schweden) kommend. Nach einem kurzen Hallo trat ich dann den letzten Weg nach Hause an und ich war froh, wieder daheim zu sein. Jetzt habe ich reichlich Zeit mich auszukurieren und neue Pläne für dieses Jahr zu schmieden.

An dieser Stelle möchte ich noch mal die Jungs von der MSR erwähnen, die mir nun schon ein weiteres mal auf unkonventionelle Weise und ohne lange zu fragen geholfen haben. Das ist wirklich ein super Team mit großem Sportsgeist, die jedes Jahr am letzten Mai Wochenende die MSR auf die Beine stellen. Einen Radmarathon, den ich sicherlich noch öfter fahren werde, sofern es mir möglich ist. Mein Tip: Es lohnt sich wirklich mal daran teilzunehmen, allein schon wegen der tollen Verpflegung und der schönen Landschaft links und rechts der Strecke. Ich wünsche ihnen weiter viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Wir sehen uns sicherlich im nächsten Jahr wieder – und wer weiß, vielleicht auch in Motala.


Die MSR Gruppe der Vätternrundan v.l.n.r: Berti, Jörg, René, Sebastian

Ein Zitat des alten Bundestrainers Sepp Herberger in abgewandelter Form sagt: „Nach der Reise ist vor der Reise“ – in diesem Sinne, bis neulich auf’m Radweg.

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